anyway

Aluminium
200×60 cm
2018

Ein Schild dient primär der Orientierung und leitet durch eineLandschaft, sei sie städtischer, ländlicher oder alpiner Natur.

Die Natur eines Schildes impliziert in der aktuellen kulturellen Auffassung auch eine Wegangabe, wohin man kommt, sofern man dem Schild folgt. Gelbe Schilder an Wanderwegen im Alpenraum sind kulturell kodierte und
konditionierte Zeichen, Inseln der Orientierung in scheinbarer Wildnis. Entfernt man Zeit und Zielangabenso bleiben dennoch gewisse Informationen erhalten. Sie sind Symbole einer Raumordnung und deuten auf die Dichotomie zwischen Zivilisation und Wildnis hin. Sie zeugen von der Anwesenheit des Menschen in vermeintlich unberührter Natur. Es bleibt den Betrachtenden selbst überlassen, einer Richtung zu folgen oder den eigenen Weg zu gehen.

Das Projekt wurde für die Ausstellung „blühen.kunst.alles“ im Botanischen Garten Linz vom Künstlerinnen Kollektiv„lat/schen“ konzipiert und war
von Juni bis Oktober 2018 dort im „Alpinum“ installiert.

Kollektiv lat/schen
Julia Platzgummer & Franziska Sponring